FREIE WÄHLER Hamburg fordern verlässliche Alternativen vor Veränderungen an den Kundenzentren
Hamburg – Die Hamburger Finanzbehörde prüft Veränderungen an den Standorten des Hamburg Service in Blankenese, Niendorf und Süderelbe. Als möglicher Ersatz sind mobile Teams im Gespräch. Wie häufig diese eingesetzt werden, welche Leistungen sie anbieten und wie eine verlässliche Erreichbarkeit gewährleistet werden soll, ist bislang jedoch offen.
Die FREIEN WÄHLER Hamburg unterstützen den Ausbau digitaler Verwaltungsangebote und eine effizientere Organisation des Bürgerservices. Eine Modernisierung der Verwaltung darf jedoch nicht allein aus Standortschließungen und reduzierten Öffnungszeiten bestehen.
Der Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hamburg, Daniel Meincke, erklärt:
„Wir FREIE WÄHLER stehen für eine moderne, digitale und schlanke Verwaltung, die den Bürgerinnen und Bürgern das Leben einfacher macht. Digitalisierung darf aber nicht zum Deckmantel für einen ersatzlosen Abbau von bürgernahen Strukturen werden. Wenn Kundenzentren geschlossen oder Standorte verändert werden sollen, müssen vorher belastbare Alternativen und ein schlüssiges Gesamtkonzept auf dem Tisch liegen. Längere Wege, schlechtere Erreichbarkeit und ein unklarer Ersatz sind für uns keine akzeptable Lösung. Erst muss feststehen, wie der Bürgerservice künftig zuverlässig funktioniert – dann kann über Veränderungen bei den Standorten entschieden werden.“
Digital, effizient und weiterhin erreichbar
Digitale Behördengänge können Wartezeiten verkürzen, Beschäftigte entlasten und unnötige Bürokratie abbauen. Dafür müssen Verwaltungsleistungen jedoch vollständig, verständlich und ohne unnötige Medienbrüche online erledigt werden können.
Gleichzeitig muss der persönliche Zugang zum Hamburg Service erhalten bleiben. Dies gilt insbesondere für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie Bürgerinnen und Bürger, die bei komplexeren Anliegen persönliche Beratung benötigen. Mobile Teams können dabei eine sinnvolle Ergänzung sein – allerdings nur mit verbindlichen Öffnungszeiten, einem ausreichenden Leistungsangebot und barrierefrei erreichbaren Anlaufstellen.
Die FREIEN WÄHLER Hamburg fordern deshalb von Finanzbehörde und Senat ein transparentes Gesamtkonzept. Dieses muss darlegen, wie sich Veränderungen auf Erreichbarkeit, Terminverfügbarkeit, Wartezeiten und Servicequalität auswirken. Auch die tatsächlichen Einsparungen sowie die personelle und technische Ausstattung möglicher mobiler Angebote müssen nachvollziehbar dargestellt werden.
Die betroffenen Bezirke und Stadtteile sind frühzeitig einzubeziehen. Erst wenn ein mindestens gleichwertiger und verlässlicher Bürgerservice nachgewiesen ist, kann verantwortungsvoll über Veränderungen an einzelnen Standorten entschieden werden.
Für die FREIEN WÄHLER Hamburg gilt: Nicht jedes bestehende Gebäude muss um jeden Preis erhalten bleiben – aber der Bürgerservice muss für alle Hamburgerinnen und Hamburger erreichbar, zuverlässig und menschlich bleiben.